Homepage des Authors: www.staschke.de Author: Hans-Jürgen Wegerich & Arnim Staschke 02.12.2001 last Update: 30.01.2002 v 0.2


Ferngesteuerte Einwahl, IP per SMS verschicken

am Beispiel auf meinem Rechner


Falls ich wieder Erwarten Fehler eingebaut habe, bitte ich um eine kurze Nachricht mit Fehlerbeschreibung. Danke;-)

B. Copyright

1 Kleine Einführung

2 Konfiguration




Ferngesteuerte Einwahl, IP per SMS verschicken

am Beispiel auf meinem Rechner


1 Kleine Einführung


1.1 Eine kleine Warnung;-)

Diese Dokumentation richtet sich an den schon etwas erfahrenen Linux Anwender. Man sollte sich bewusst sein, was man hier tut, und vor allem wissen was man tut und es auch verstehen, was man getan hat. Das ist wichtig, um eventuelle Sicherheitsrisiken richtig abschätzen zu können. Hier aufgeführt sind nur im groben die wichtigsten Schritte, auf die Systemsicherheit wird hier nicht weiter eingegangen.
Diese Dokumentation ist als grobe Richtlinie gedacht, als Denkanstoss, nicht als Anleitung! Die Verfeinerung und Verbesserung der Konfiguration muss jeder selbst vornehmen, an sein eigenes System anpassen.

Alles geschieht in eigener Verantwortung. Der Author haftet nicht für eventuelle Schäden am System oder sonst wo!
Wer damit nicht einverstanden ist, der möge bitte nicht weiterlesen.

1.2 Was soll erreicht werden?

Der nun folgende Leitfaden hat den Ursprung in meinen beiden anderen HOWTOs IP-Adresse automatisch auf die Homepage laden und Bei Anruf Anwahl. In Bezug auf diese HOWTOs schickte mir Hans-Jürgen Wegerich per Mail den nun folgenden Lösungsweg, die IP per SMS zu verschicken.
Der nun folgende Leitfaden ist also nicht mein, sondern das Werk von Hans-Jürgen Wegerich. Ich habe seine Beschreibung 1 zu 1 übernommen.
Ein grosses Dankeschön geht hierfür an Dich, Hans-Jürgen:-)

Zweck der Lösung ist es, per Anruf dafür zu sorgen, dass der Rechner "online" geht und seine eigene (per ppp ausgehandelte) IP-Adresse per SMS an den Anrufer zurück schickt. Es wird gleichzeitig sichergestellt, dass nur berechtige Anrufer diesen Vorgang auslösen können. Die Erweiterung der bekannten Lösung (von Arnim Staschke) betrifft 2 Dinge.

1. Der Verbindungsaufbau soll auch per pppoed (DSL mit Dial on Demand) erfolgen können .

2. Die dynamische IP-Adresse soll per SMS an des Handy des Anrufers gesendet werden.

Wegen 1. wird der Aufbau der Verbindung nicht mit isdnctrl dial sondern mit ping auf eine beliebige externe IP-Adresse erzwungen.

Die Ermittlung der dynamisch vergebenen IP-Adresse erfolgt nicht über das ppp/ip-up-Script sondern direkt über das Shell-Kommando ifconfig. Dies ist mehr Geschmacksache und hat weniger etwas mit der Funktionalitt zu tun. (Ich versuche immer möglichst die meist stark Distributions-abhngigen Scripte wie z.B. ip-up unverändert zu lassen. Man hat es dann (evtl.) bei einem Update der Distribution einfacher)

2 Die Konfiguration


2.1 Es folgt das Shellscript mit weiteren Kommentaren:


#!/bin/bash

# Ueberpruefen der Anrufernummer, kann natürlich erweitert werden
if [ "$1" = "Nummer1" ] || [ "$1" =  "Nummer2" ]; then

caller="Nummer o.k."                            # Variable fr das Logfile

/bin/ping -c 1 host.domain.net                  # DialOnDemand erzwingen

# Ermittlung der IP-Adresse:
# ifconfig ppp0 (Interface an eigene Bedingungen anpassen, z.B. ppp1 oder ippp0)
# liefert die gesamte aktuelle Konfiguration des jeweiligen Interfaces. Aus
# dieser muss nun mehr oder weniger elegant die IP-Adresse eliminiert werden. 
# Ich mache es z.B. so:
# grep "inet addr:"     # liefert die Zeile, in der die IP-Adresse steht
# cut -f1 -d "P"        # trennt die Zeile mit "P" als Trenner und liefert Feld 1
# cut -f2 -d ":"        # trennt den Rest mit ":" als Trenner und liefert Feld 2
# Das sollte die IP-Adresse liefern (zum Test einfach 'mal auf der Kommandozeile
# eintippen) 

ipaddr=`ifconfig ppp0 | grep "inet addr:" | cut -f1 -d "P" | cut -f2 -d ":"`

# echo IP-Adr.= $ipaddr                         # zum Testen, ob alles klappt 

# Aufruf des SMS-Programms "yaps" (sollte bei den gängigen Distributionen dabei
# sein) Als Parameter erwartet das Programm die Handynummer oder den User-alias,
# wenn der in /etc/yaps.rc hinterlegt ist und die zu sendende Nachricht. In dem
# Beispiel ist es nur die IP-Adresse ($ipaddr) 
# 
yaps admin1 $ipaddr                             # admin1 = alias aus der yaps.rc
# yaps 0171nnnnnnn $ipaddr                      # oder direkt mit Handy-Rufnummer

else

caller="unberechtigter Anrufer!"                # Variable für das Logfile

fi

# echo $caller                          

# Eintrag ins Logfile in der Form:
#
# Fri Oct 26 16:36:49 CEST 2001
# Nummer o.k. -> +4917.........
# ----------

echo `date` >> /var/log/ringdial
echo $caller "->" $1 >> /var/log/ringdial
echo ---------- >> /var/log/ringdial


Wenn alles bis hierher geklappt hat und der Mobilfunkprovider mitspielt, sollte ein paar sec. säpter eine SMS ankommen.
Leider sieht es für VIAG-Interkom-Kunden schlecht aus, da deren SMS-Gateway nur analoge Zugnge besitzt und ausserdem idR nicht erreichbar ist. Ich möchte keine Werbung machen, aber D1 geht vorzglich. D1,D2 und E+ besitzen ISDN-X.75-Zugänge, d.h. pro SMS ca. 5 sec. Verbindungsdauer => ca. 0,05 DM bei sekundengenauer Abrechnung (leider momentan nur noch bei 3U: 01078).
Leider fängt das neue Jahr bzgl. "SMS mit YAPS über Call-by-Call-Provider senden" mit einem kleinen Problem an. Seit ca. 10.1.2002 sind keine X.75-Verbindungen mehr über 3U (01078) mehr möglich. Beim Verbindungsaufbau bekommt YAPS sofort ein "busy" zurck. Die Ursache kenne ich noch nicht.
Zum Glück gibt es noch eine Alternative. Laut http://www.qtarif.de rechnet "Tesion" (01023) auch sekundengenau ab und hat den gleichen Tarif wie 3U (24,5 cent/min.). Jedoch wird ein Verbindungsendgeld in Höhe von 3,07 Cent pro Verbindung zusätzlich erhoben. Ich habe es getestet und es funktioniert. Wie die Abrechnung tatschlich aussehen wird, wird sich erst noch zeigen müssen. Also Vorsicht und alle Angaben ohne Gewähr!

Bei meinen Tests ergab sich nebenbei, da der VIAG-Interkom Zugang jetzt scheinbar funktioniert! (01797673425; allerdings nur analoger Zugang).

Mir war es jedoch wichtig, sofort darüber zu informieren. Denn nichts ist schlimmer, als ein Dienst, der gerade dann nicht funktioniert, wenn man ihn plötzlich braucht.;-)<;br>


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